Lehrstuhl Prof. Dr. Nassehi
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Lehrveranstaltungen

Sommersemester 2017

Vorlesungen:

Vorlesung: "Soziologische Theorien"
Prof. Nassehi
Montag, 10.00 – 12.00 Uhr, HG, Audi Max (A030)

Die Vorlesung bietet einen problemorientierten historischen und systematischen Überblick über soziologische Theorien, ihren Entstehungskontext und ihr Verhältnis zueinander. Die Vorlesung wird nicht die einschlägigen - und leider: zumeist insuffizienten - Lehrbücher über soziologische Theorien reproduzieren, sondern die Theorien so darstellen, dass nicht einfach begriffliche Chiffren deutlich werden. Vielmehr wird gezeigt werden, welche selbst gestellten Probleme soziologische Theorien lösen und wie sie sich selbst plausibilisieren. Ferner wird die Vorlesung ein Verständnis davon zu vermitteln suchen, was unter „Theorien" wissenschaftssoziologisch zu verstehen ist.

Seminare:

Seminar: "Demokratie"
Prof. Nassehi, Dr. Saake
Mittwoch, 10.00 - 12-00, IfS, R. 309

Der Begriff der Demokratie scheint viele Versprechen moderner Gesellschaften auf den Punkt zu bringen. In den entsprechenden Debatten über diese moderne Form des Umgangs mit Macht und Herrschaft bleibt deshalb vieles typischerweise unausgesprochen, was vor allem die gesellschaftlichen Voraussetzungen eines solchen politischen Programms betrifft.
Gegenläufig zu all den Verallgemeinerungen, die mit dem Demokratiebegriff transportiert werden, soll im Rahmen dieses Seminars die Reichweites dieses Begriffs konkretisiert werden. Wir werden gemeinsam ein paar große Texte zum Thema lesen, uns eine detaillierte systemtheoretische Einordnung erarbeiten und einen Blick in die Zukunft wagen.

Seminar: "Medienformen"
Prof. Nassehi, Dipl.-Soz. Barth
Montag, 12.00 - 14.00, IfS, R. 309

Medien sind fest als Untersuchungsgegenstände der Soziologie etabliert. Einerseits kennt die Soziologie natürlich Massenmedien, deren Konsum, aber auch deren Wirklichkeitseffekte sie dann gerne kritisch kommentiert. Andererseits hat die Soziologie in jüngster Zeit die Handlungsmacht der Dinge wiederentdeckt. Sie kann nun gar nicht mehr daran vorbeiblicken, dass es etwa einen Unterschied macht, diesen Text in einem gedruckten Vorlesungsverzeichnis oder auf einem Computer zu lesen. Diese Ausweitung des soziologischen Blicks hat sie sich aber womöglich um den Preis erkauft, unter Medien heute oftmals nur technische Dinge zu verstehen.
Vor diesem Hintergrund fragt das Seminar in einem viel grundsätzlicheren Sinn danach, was überhaupt ein Medium ausmacht und wie sich unterschiedliche Medien in Kommunikationsprozesse gewissermaßen einmischen. Mit dieser Stoßrichtung ist dann die Frage nach der Selektion von Sinn und damit die für die Soziologie fundamentale Frage nach der Emergenz sozialer Ordnung überhaupt gestellt.
Im Seminar werden wir medienphilosophische Texte genauso lesen, wie medientheoretische oder Akteur-Netzwerk-theoretische Positionen. Ganz entschieden sollen aber auch klassische soziologische Texte als ein eigener Beitrag zur Medientheorie stark gemacht werden.
Einerseits hat das Seminar dabei ein besonderes empirisches Interesse für unterschiedliche Medienformen. Andererseits fragen wir danach, wie sich eine derartige Medientheorie mit soziologischer Gesellschaftstheorie kurzschließen lässt.

Seminar: "Gesellschaftliche Evolution"
Dr. Saake
Mittwoch, 18.00 - 20.00, IfS, R. 309

Was ist eigentlich eine moderne Gesellschaft? Wie würde man sich frühere Gesellschaften vorstellen? Wie lassen sich gesellschaftliche Entwicklungsprozesse beschreiben? Mit welchen Modellen und Bildern hantieren wir dabei?
Der soziologische Begriff der Evolution eröffnet spannende Perspektiven auf das Thema des gesellschaftlichen Wandels. Anhand von sowohl sehr dezidiert theoretischen Erläuterungen als auch historischen Beschreibungen werden wir uns dieses Thema erarbeiten.

Seminar: "Transformationsprozesse moderner Staatlichkeit: (rechts)soziologisch gelesen"
Dr. May
Montag, 10.00 - 12.00, IfS, R.209

Die neuere Staatsdiskussion ist nicht allein wegen der inzwischen produzierten Literatur sehr unübersichtlich geworden, sondern ihr liegen große Wahrnehmungsunterschiede zugrunde.
Auf der einen Seite findet man Fixierungen auf den Souveränitätsbegriff, die durch die Arbeiten von Michel Foucault und Giorgio Agamben zur Biopolitik geprägt sind. Beobachtet wird hier ein Form- und Funktionswandel der Souveränität.
Auf der anderen Seite finden sich Autorschaften, die stärker eine Historisierung des Typus der Souveränität einfordern. Der Staat wird hier zur Selbstbeschreibungsformel des politischen Systems (Luhmann) oder zu einem Governance-Staat (Schuppert), der sich dem anglo-amerikanischen Verständnis funktionierender Regierung angleicht. Staat und Governance werden praktisch zu synonymen Begriffen.
Das Seminar vermittelt Einblicke in die gegenwärtigen Kontroversen und Entwicklungslinien des Rechts und lädt zur kritischen Hinterfragung der jeweiligen Vorverständnisse ein.

Seminar: "Religionssoziologie – Soziologische Beobachtungen zu ihrem Gegenstand"
Dr. May
Montag, 16.00 - 18.00, IfS, R.209

Die Religionssoziologie befasst sich mit den sozialen Voraussetzungen von Religion, ihren sozialen Formen, die sie annimmt, ihren Einfluss auf Gesellschaften sowie dem möglichen Wechselverhältnis der veränderten Gesellschaft auf die Religion.
Dabei deckt die Religionssoziologie ein weites Feld ab und reicht von Beiträgen zur Gesellschaftstheorie (die z. B. die Funktion von Religion für die Gesamtgesellschaft beschreiben) bis zur mikrosoziologischen Untersuchung einzelner religiöser Gruppen und religiöser Praktiken.
Das Seminar unternimmt nun den Versuch, zentrale Debatten der Religionssoziologie zu rekonstruieren und ihre Aktualisierungen in der Gegenwart kritisch zu diskutieren.

Seminar: "Der ‚religious turn‘ und die Kulturtheorie"
Dr. Müller, Dr. Grizelj
Mittwoch, 14.00 - 16.00, IfS, R. 309

Von der Wiederkehr der Götter, der Wiederbelebung der Religion, dem Nachleben des Religiösen oder gar einem postsäkularen Zeitalter ist allenthalben zu hören, und so ist seit einigen Jahren in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften wieder vermehrt von Religion die Rede. Neben den bereits etablierten ‚turns‘ (u.a. lingusitic turn, performative turn, media turn, iconic turn oder body turn) scheint sich nun auch ein ‚religious turn‘ herauszukristallisieren. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass jetzt häufiger über Religion gesprochen wird, vielmehr geht es darum, in den Blick zu nehmen, wie sehr doch religiöse Muster und Kategorien bis heute beteiligt sind etwa an der Gestaltung von sozialer Ordnung, an der Verhältnisbestimmung von Individualität und Gesellschaft ebenso wie an der von Öffentlichkeit und Privatheit, an der Formierung eines Kulturbegriffs, an der Definition von Vernunft und Moral, an der Form literarischer Kommunikation sowie der Poetik literarischer Texte. In diesem von der Soziologie und der Literaturwissenschaft gemeinsam veranstalteten Seminar möchten wir die Annahme eines ‚religious turn‘ kritisch prüfen und dabei sowohl mit kulturtheoretischen und religionssoziologischen Ansätzen arbeiten, als auch literarische Texte analysieren und interpretieren. Das Seminar richtet sich an Studierende mit Interesse an der Lektüre und Diskussion von Texten aus unterschiedlichen Fachgebieten, die zudem die Bereitschaft mitbringen, sich auf ein keineswegs abgeschlossenes Thema einzulassen.

Übungen:

Übung: "Einführung in Theorien der Gleichheit"
Dr. Saake
Freitag, 12.00 - 14.00, IfS, R. 209

Was bedeutet eigentlich Gleichheit? Inwiefern können Menschen gleich sein? Welche Gleichheiten gibt es bereits, welche könnte man sich noch vorstellen?
In dieser Übung werden wir uns sowohl damit beschäftigen, wie die Idee der Gleichheit der Menschen entsteht als auch wie sie zum Orientierungspunkt für eine moderne Gesellschaftskritik wird. Wir werden gesellschaftstheoretische Texte lesen, aber auch solche der frühen und späten Gesellschaftskritik (Anarchie, Menschenrechte, globale Gerechtigkeit).

Übung: "Geschlechtertheorien"
Dr. Saake
Freitag, 10.00 - 12.00, IfS, R. 208

Die Unterscheidung von Männern und Frauen ist nur eine von vielen Unterscheidungsmöglichkeiten, die moderne Gesellschaften kennen. Während sich Gesellschaftstheorien üblicherweise für sachliche Formen der Differenzierung interessieren, bleibt doch unübersehbar, dass die soziale Differenzierungsform nach Geschlechtern und die damit verbundenen soziologischen Zeitdiagnosen, die Gendertheorien, zunehmend an Relevanz gewinnen.
Wir werden in dieser Übung deshalb Geschlechtertheorien lesen und uns mit den beiden folgenden Fragen beschäftigen: Welche Bilder von Geschlechtern entwerfen diese Theorien? Welche theoretischen Zugänge zum Phänomen einer nach Geschlechtern unterscheidenden Gesellschaft entwerfen sie?

Übung: "Soziologie-Kapitalismus–Kritik: ein Lektürekurs durch aktuelle Debatten"
Dr. May
Mittwoch, 16.00 - 18.00, IfS, R. 209

Auf welcher Grundlage lässt sich der Kapitalismus heute eigentlich kritisieren? Was meint Kapitalismuskritik und in welchen Formen ist sie überhaupt soziologisch relevant und interessant?
Die Übung lädt dazu ein, unterschiedliche argumentative Vorgehensweisen der Kapitalismuskritiken genauer zu studieren und dabei darauf zu achten, ob und in welcher Form die Kritikpunkte spezifische Merkmale eines kapitalistischen Wirtschaftssystems thematisieren oder nicht.
Zielsetzung der Übung ist dabei, unterschiedliche Beobachtungsformen der Kapitalismuskritik gegeneinander zu diskutieren und auf ihre Stichhaltigkeit abzutasten.

Übung: "Einführung in die Rechtssoziologie"
Dr. May
Montag, 12.00 - 14.00, IfS, R. 209

Die Übung „Einführung in die Grundlagen der Rechtssoziologie“ fragt nach der spezifischen Rolle des Rechts für die Organisation und Gewährleistung sozialer Ordnung. Dabei wird neben einer vertieften Diskussion der Klassiker der Rechtssoziologie (insbesondere Karl Marx, Émile Durkheim, Max Weber, Rational-Choice-Theorie und Niklas Luhmann) auch die empirische Rechtssoziologie anhand aktueller Forschungsarbeiten zur Sprache kommen. Schließlich soll in der Übung erarbeitet werden, wie der soziologische Blick die Wahrnehmung von Phänomenen wie „Kriminalität und Strafe“ oder „Gerichtsverfahren“ verändert und herausfordert.

Übung: "Einführung in die Rechtssoziologie Niklas Luhmanns"
Dr. May
Mittwoch, 14.00 - 16.00, IfS, R. 209

Niklas Luhmann hat auf die Frage, weshalb das Recht für Soziologen ein schwieriger Gegenstand sei, gemeint, es fehle den soziologischen Forschungen "das Recht selbst". Eine Integration der verschiedenen soziologischen Perspektiven und der zahlreichen empirischen Studien zum Recht werde sich "nur durch Wiedereinbau des Rechts, durch eine ernstgemeinte Rechtssoziologie erreichen lassen."
Die Übung „Einführung in die Rechtssoziologie Niklas Luhmanns“ vermittelt den Studierenden mittels der frühen Rechtssoziologie Luhmanns gleichsam eine allgemeine Propädeutik der Rechtssoziologie.
Grundlage der Übung wird die frühe Rechtssoziologie Niklas Luhmanns sein sowie seine Studien zur „Ausdifferenzierung des Rechts“.

Übung: "Soziologie der Bürokratie"
Dr. Müller
Mittwoch, 16.00 - 18.00, IfS, R. 309

Die Auseinandersetzung mit Bürokratie beginnt im Grunde immer schon als Bürokratiekritik. Mitte des 18. Jahrhunderts ursprünglich als spöttischer Neologismus eingeführt, um die Allmacht und die Hybris der Verwaltung anzuklagen, ist der Begriff ›Bürokratie‹ seine negative Konnotation bis heute nicht losgeworden. Es gibt daher auch wenig derart Verbindendes wie Bürokratiekritik: In ihrer Abneigung gegen bürokratische Verfahren sind sich Linke wie Rechte, Alte wie Junge, Arbeiter wie Intellektuelle oftmals erstaunlich einig. Leblosigkeit, Sterilität und eine ins Extrem gesteigerte Sachlichkeit sind die Merkmale dieser anonymen Macht, der sich der moderne Mensch hilflos und ohne Möglichkeit der Flucht ausgeliefert sieht. Die Veranstaltung möchte daher die Gelegenheit nutzen, mit soziologischen Mitteln und so unvoreingenommen wie möglich auch einmal nach den Leistungen von Bürokratien und nach den Funktionen und Folgen bürokratischer Verfahren zu fragen.

Übung: "Wissenssoziologie. Technik(en) und Laborstudien"
MA Göbl
Donnerstag, 14.00 - 16.00, IfS, R. 309

Die Wissenssoziologie befasst sich als soziologische Disziplin mit dem wechselseitigen Verhältnis von „Sozialem“ und „Wissen“. Sie untersucht den Bedingungskontext zwischen den sozialen Formen, in denen Wissen gebildet oder kommuniziert wird.
Wir werden uns mit Wissenschaft als einen Sonderfall gesellschaftlicher Wissensproduktion auseinandersetzen. Im Fokus stehen die Produktion, Verbreitung und Geltung gesicherten Wissens. insbesondere beschäftigen wir uns mit neuen Formen und Techniken der Wissensproduktion (Technoscience).
Die Übung wird einen vertiefenden Einblick in die Komplexität der Wissensgenerierung liefern. Vor dem Hintergrund aktueller ökologischer Problemlagen werden wir beobachten, wie sich wissenschaftliche Wahrheiten in bestimmten Kontexten praktisch bewähren.

Übung: "Umweltsoziologie. Wissenschafts- und Technikforschung „Ökologische Kommunikation"
MA Göbl
Donnerstag, 12.00 - 14.00, IfS, R. 309

Die Übung wird eine vertiefende Einführung in die sozialwissenschaftliche Umweltforschung liefern. Ausgehend von der Fragestellung „ob sich die moderne Gesellschaft auf ökologische Gefährdungen einstellen kann“, werden wir beobachten, ob und unter welchen Bedingungen „Umwelt“ durch Irritation, Resonanz im Gesellschaftssystem auslösen vermag.
Aus wissenssoziologischer Perspektive gerät die Beziehung zwischen Natur und Gesellschaft in den Blick. Das Verhältnis von Wissen und Nichtwissen (Gefahren) wird im Zusammenhang mit neuen technologischen Entwicklungen wie beispielsweise Stammzellforschung, Gentechnologien, Lebensmitteltechnologien oder Hydraulic Fracturing thematisiert. Wir werden uns mit der Funktion von Moral in Gesellschaft auseinandersetzen und auf die Diskrepanz von Umweltbewusstsein und Umwelthandeln eingehen.
Die Übung soll die Möglichkeit bieten, aktuelle ökologische Problemlagen zu besprechen und diese vor dem Hintergrund gesellschaftstheoretischer Überlegungen zu reflektieren.

Übung zur Bachelor- und Masterarbeit am LS Prof. Dr. Armin Nassehi
MA Göbl
Blockveranstaltung, siehe LSF, R. 308

Entsprechend der unterschiedlichen Theorie und Methodenperspektiven der Lehrbereiche finden Abschlussübungen statt. Hier stellen Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlussarbeiten zum jeweiligen Bearbeitungsstand vor. In der Gruppe werden die Untersuchungen und ihr Fortgang diskutiert. Dabei stehen je nach Stand der Arbeit Fragen der Themenspezifikation, Wahl der Methode, des strukturellen Aufbaus, der Literaturauswahl und schließlich der Interpretation der Ergebnisse im Vordergrund. Zudem behandelt die Übung weiterführende Literatur zu den Themenbereichen der Abschlussarbeiten. Die von den Studierenden zu haltenden Vorträge ermöglichen die Festigung der eigenen Präsentationskompetenz und schulen die Fähigkeit zur Argumentation. Die anschließende Diskussion hilft, den eigenen Forschungsprozess kritisch zu reflektieren. Wesentliche Arbeitsschritte des wissenschaftlichen Arbeitens werden semesterbegleitend vertieft.

Übung: "Profession und Organisation"
Dr. von Groddeck
Blockveranstaltung, siehe LSF

Organisation und Profession sind zwar in der Soziologie zentrale Begriffe, an die eine reiche Theorie- und Forschungstradition anknüpft, allerdings ist deren Verhältnis nicht ausreichend geklärt. Oft wird ein schlichter Antagonismus zwischen beiden Prinzipien vorausgesetzt. So wird, beispielsweise in der Krankenhausforschung, oft explizit oder implizit vorausgesetzt, dass ein Mehr an Organisation automatisch mit einem Weniger an ärztlicher Professionalität einhergeht bzw., dass professionelle Akteure in organisationalen Settings ihre Freiräume und Privilegien gegen die Organisation durchzusetzen hätten. Ziel der Übung ist es, an Texten der Organisationssoziologie als auch der Professionssoziologie zu klären, was überhaupt unter Profession und Organisation zu verstehen ist und darauf aufbauend ein komplexeres Verständnis des Ineinandergreifens von Organisation und Profession zu erarbeiten.

Übung: "Die Kunst der Gesellschaft - Lektürekurs zur Einführung in die Systemtheorie"
Dr. von Groddeck
Mittwoch, 10.00 - 12.00, IfS, R. 209

In diesem Kurs lesen wir gemeinsam Niklas Luhmanns „Die Kunst der Gesellschaft“. Bei der Lektüre geht es darum, sich die Grundbegriffe der Systemtheorie zu erarbeiten und einzuüben, wie man Kunst und die Kunstwelt mit einer systemtheoretischen Perspektive beobachten kann. Letztendlich bietet der Kurs die Möglichkeit, einen soziologischen Klassiker einmal komplett von vorne bis hinten gemeinsam zu lesen.

Übung: "SocialMedia-Plattformen – eine theoretische und praktische Überprüfung / soziologische Analyse"
Dr. Dirr
Blockveranstaltung, Termine siehe LSF 

Facebook, Youtube, Twitter und Co. bestimmen einen beträchtlichen Teil unserer Alltags und haben die Möglichkeiten der Kommunikation maßgeblich verändert. Es lohnt sich deshalb, SocialMedia Plattformen kritisch hinsichtlich ihrer Kommunikationsstrukturen und -Leistung zu betrachten.
Die wissenschaftliche Analyse von SocialMedia Plattformen ist gerade für die Soziologie ein viel versprechendes Forschungsgebiet. Allerdings sehen sich Forscher immer wieder mit Problem der methodischen Datenerfassung und – Auswertung von SocialMedia-Daten konfrontiert. Die in der Übung verwendete Methode hat den Anspruch genau dieses Problem zu lösen.
Die Übung soll eine neu entwickelte Methode auf ihre theoretische und praktische Aussagekraft hin kritisch prüfen. Hier wird im Speziellen die systemtheoretische Rahmung nach Luhmann genauer betrachtet, sowie die Methode in der Praxis konkret angewendet.
Die Ziele sind:
Prüfung der theoretischen Rahmung:
– Unterschied zwischen Verbreitungs- und Erfolgsmedien, sowie die Übertragung auf SocialMedia
– Kommunikationsstrukturen und – Leistung auf SocialMedia Plattformen
Empirische Anwendung:
– Datenerfassung verschiedener SocialMedia Plattformen anhand eines Fragebogens
– Auswertung der Daten anhand einer Analyse-Methodik
Zusammenführung und kritische Reflektion der Forschungsergebnisse